Mittwoch, 17. April 2013

20 Mio. US-Dollar Abfindung für Missmanagement?

Tom Horton, der Vorstandsvorsitzende der American-Airlines-Konzernmutter AMR Corporation soll wegen seines Missmanagements gehen ... und nach seinem Abgang 2014 eine Abfindung von 20 Mio. US-Dollar erhalten.

Das war selbst dem Richter des New Yorker Insolvenzgerichts zu viel.

Die Auszahlung einer solchen Summe lehnte er jetzt ab.
"Der Jurist sagte, die Riesen-Abfindung verstoße gegen das US-Insolvenzrecht aus dem Jahr 2005. Der Richter ließ aber offen, ob die Abfindung zu einem späteren Zeitpunkt möglicherweise doch gezahlt werden kann." 
Tausende Beschäftigte von American Airlines haben Tom Horten den Verlust ihres Arbeitsplatzes zu verdanken ... wa bekommen die eigentlich für eine Abfindung?

Quelle: DMM, 17.04.2013 

18,8 Millionen Euro Konzerngewinn - aber keine Abfindung für Mitarbeiter

Das Dresdner Fotolabor der Cewe Color AG & Co. OHG (Oldenburg) soll geschlossen werden. Aber das Unternehmen ist bisher nicht bereit, für die betroffenen rund 90 Mitarbeiter eine angemessene Abfindung zu zahlen.

Das kennen Sie ja:

Geht es den Unternehmen schlecht ...

Beide Seiten werden nun auf der Einigungsstelle noch einmal verhandeln. Sollte auch hier keine Übereinkunft erzielt werden, gelte der Spruch des Vorsitzenden der Einigungsstelle.

„Die Arbeitgeberseite erhofft sich mit diesem Verfahren niedrige Abfindungen; dem gegenüber steht ein Konzerngewinn von 18,8 Millionen Euro (EBIT 28,9 Millionen Euro) in 2012“,

teilte die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie der Nachrichtenagentur dpa mit.

Quelle:  Focus Money, 17.04.2013

Dienstag, 16. April 2013

SEN streicht in Deutschland 660 Stellen

Siemens Enterprise Communications (SEN) streicht in Deutschland jede sechste Stelle ... Diesem erneuten Kahlschlag  fallen insgesamt 660 Arbeitsplätze zum Opfer, damit das Unternehmen Kosten sparen und wettbewerbsfähig bleiben kann. 

Den betroffen Mitarbeiter wird angeboten, bis 01.07.2013 in eine Auffanggesellschaft zu wechseln oder mit einer Abfindung aus dem Unternehmen auszuscheiden. Das Angebot sollen vor allem Mitarbeiter in der Zentrale und in geringerem Umfang auch Vertriebs- und Servicekräfte erhalten.

Ob die Betroffenen schon ahnen, was ihnen von der Abfindung bleibt?

Quelle: n-tv, 16.04.2013
 

Donnerstag, 11. April 2013

Vattenfall will 1.500 Beschäftigte entlassen

Der schwedische Vattenfall-Konzern will 2013 und 2014 insgesamt 1.500 Beschäftigte allein in Deutschland entlassen. Darüber einigten sich die Tarifparteien.
"Für die rund 15 000 Beschäftigten des Stromversorgers Vattenfall in Deutschland haben sich die Tarifparteien auf einen Abschluss geeinigt. Die Gewerkschaften setzten einen sozialverträglichen Stellenabbau durch, wie sie am Mittwoch mitteilten."
 Insgesamt sollen im Konzern 2.500 Stellen gestrichen werden; davon 1500 in Deutschland. Es ist geplan, dass die Beschäftigten über Altersteilzeit oder Abfindung das Unternehmen verlassen oder intern versetzt werden.

Freitag, 5. April 2013

Hinterrücks entlassen - 180.000 Euro Abfindung erstritten

Heino Seeger, der ehemalige Geschäftsführer und Eisenbahnbetriebsleiter bei der BOB sowie Bayern-Regionalleiter der BOB-Muttergesellschaft Veolia Verkehr GmbH, wurde sozusagen per Pressemitteilung Anfang Dezember "aus familiären und gesundheitlichen Gründen" entlassen.

So jedenfalls die "Begründung" des Arbeitgebers.

Nunmehr hat Heino Seeger vor dem Arbeitsgericht in München zumindest von seinem früheren Arbeitgeber eine Abfindung in Höhe von 180.000 Euro brutto erstritten. Bis zum gerichtlich festgelegten Ende seines Arbeitsverhältnisses zum 30. Juni dieses Jahres erhält er zudem noch sein Gehalt.

Eine belastbare Begründung seiner Entlassung gab es vom Arbeitgeber auch vor Gericht nicht. Wer hat da wohl an seinem Stuhlk gesägt?

Auch langjährige Geschäftsführer sind nicht vor Entlassungen gefeit. Oft verlaufen diese noch unberechenbarer als für einfache Arbeitnehmer. Davon könnte ich zahlreiche Beispiele aus den 16 Jahren liefern, in denen ich mich auf Abfindung und Steuern spezialisiert habe.

Quelle: süddeutsche.de, 04.04.2013

Mittwoch, 27. März 2013

Sozialplanabfindung - weniger Abfindung?

Das das Bundesarbeitsgericht in Erfurt hat erneut zur Kürzung einer Sozialplanabfindung geurteilt. 

Wiederholt ging es um die Fragen:

  • Dürfen Sozialplanabfindungen gekürzt werden, wenn Arbeitnehmer vorzeitig in Rente gehen können? 
  • Verstößt eine solche Bemessung gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz oder gegen das Verbot der Altersdiskriminierung im europäischen Recht?
Lesen Sie jetzt selbst den kurzen Beitrag im STERN vom 26.03.2013

Montag, 25. Februar 2013

Auf 72 Millionen Franken Abfindung verzichtet?

Im manager-magazin wurde am 19.02.2013 berichtet, dass Novartis-Präsident Daniel Vasella auf eine "dicke Abfindung" in Höhe von 72 Millionen Schweizer Franken (58,5 Millionen Euro) "verzichtet" habe ... Doch so war es wohl nicht!

Es wäre die höchste Abfindung geworden, die in der Schweiz bisher ausgehandelt wurde. Der ehemalige Novartis-Präsident Daniel Vasella sollte 72 Millionen Schweizer Franken bekommen, damit er nach dem Novartis-Job nicht die Konkurrenz berät.

Doch vor allem einflussreiche Aktionärsgruppen sahen das anders und kritisierten die Abfindung scharf. Hans-Jacob Heitz, Aktionärsschützer und Wirtschaftsanwalt, reichte gar eine Strafanzeige wegen ungetreuer Geschäftsführung gegen Vasella und den Novartis-Verwaltungsrat ein. Auch auch die Schweizer Justizministerin Simonetta Sommaruga kritisierte die Abfindung

Erst aufgrund ihres Drucks verständigten sich Daniel Vasella und der Novartis-Vorstand darauf, die Vereinbarung über die Abfindungs-Zahlung von 72 Millionen Franken (58,5 Millionen Euro) zu annullieren.

Verhungern muss Herr Vasella deshalb sich nicht gleich:
"Medien schätzen, dass Vasella seit 2000 insgesamt fast 400 Millionen Franken bei Novartis kassiert hat." 
Quelle: manager-magazin, 19.02.2013

Nachtrag:

Die Staatsanwaltschaft Basel hat das Strafverfahren gegen Verantwortliche der Novartis
"wegen des Verdachts unwahrer Angaben über kaufmännische Gewerbe, des Wuchers bzw. der ungetreuen Geschäftsbesorgung"
eingestellt. Sie waren von anonymer Seite und von einem Aktionärsvertreter eingereicht worden. Nach eingehender Untersuchung des ermittelten Sachverhalts, so teilte die Behörde in einer Pressemitteilung mit, sei kein strafrechtlich relevantes Verhalten der Beteiligten ersichtlich.

Tja, das Eine ist das Gesetz und das Andere die Moral ... oder sehen Sie das anders?

Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung, 30.04.2013

2. Nachtrag:

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis wird seinem früheren Präsidenten Daniel Vasella für seine Beratertätigkeit nach seinem Ausscheiden bis 2016 weitere Honorare zahlen: umgerechnet 2,2 Millionen Euro in bar plus Aktien mit einem aktuellen Marktwert von rund 1,8 Millionen Euro. Dies teilte der Basler Arzneimittelhersteller am 17.07.13 mit.
"Ab November dieses Jahres stehe Vasella für weitere Beratungstätigkeiten dann ein Tageshonorar von 25.000 Dollar zu. Sein Beratervertrag läuft bis Ende 2016. In den kommenden drei Jahren wird er mindestens 750.000 Dollar bekommen."
Im Verhältnis zu der ursprünglich vorgesehenen Abfindung von rund 58,5 Millionen Euro ist das doch wahrlich nur noch Trockenbrot - oder sehen Sie das anders?

Quelle: Handelsblatt, 17.07.2013
 

Abfindung mit Ein-Fünftelregelung

Wie die einzig verbliebene Steuerermäßigung auf Ihre Abfindung berechnet wird, wem die Fünftelregelung einen Steuervorteil bringt und wie gr...