Donnerstag, 7. Mai 2020

Lufthansa - 10.000 Jobs von Entlassung bedroht

Bei der Lufthansa sind nach den Aussagen von Carsten Spohr infolge der Corona-Krise rund 10.000 Jobs bedroht.

Lufthansa-Chef will 10.000 Stellen abbauen

Entlassung bei Lufthansa
Die Einschränkungen des Luftverkehrs infolge der weltweiten Restriktionspolitik, die mit der Corona-Pandemie begründet wurde, hat die Lufthansa wie weltweit viele Fluggesellschaften in die tiefste Krise ihrer Geschichte geführt.

Von den rund 760 Flugzeugen sind derzeit rund 700 am Boden. Die aktuelle Passagierzahl liegt etwa bei einem Prozent der sonst üblichen Fluggastzahl.

Selbst am größten deutschen Flughafen in Frankfurter herrscht Stillstand. In der 17 Kalenderwoche vom 20. bis 26. April zählte Betreiber Fraport nur 45.270 Passagiere. In derselben Kalenderwoche ein Jahr zuvor waren es 1,4 Millionen.
Am größten deutschen Drehkreuz, dem Frankfurter Flughafen, herrscht Stillstand. In der Kalenderwoche 17 (20. bis 26. April) zählte Betreiber Fraport nur 45.270 Passagiere. In derselben Kalenderwoche ein Jahr zuvor waren es 1,4 Millionen.

Carsten Spohr, CEO, hat deshalb scharfe Einschnitte wegen der gravierenden wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise angekündigt.
"Bis zum Ende der Krise werde die Flotte von zuletzt rund 760 Flugzeugen um 100 Flugzeuge verkleinert ... Daraus ergebe sich rechnerisch eine um 10.000 Mitarbeiter kleinere Belegschaft, ergänzte Spohr. Mit einer Normalisierung der Lage für den Luftfahrtkonzern rechnet er nicht vor 2023. Anfang des Monats hatte die Lufthansa wegen der Corona-Pandemie, durch die Luftverkehr zusammengebrochen ist, eine Verkleinerung der Flotte um etwa 80 Maschinen angekündigt. Vor Ostern sprach Spohr in einer Videobotschaft an die Beschäftigten noch von 7000 Betroffenen."
Mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO soll es noch keine Verhandlungen geben. Sie vertritt die Position, dass ein Abbau von 10.000 Stellen sozialverträglich möglich sei, also ohne Kündigungen.

Nach den Worten von Christine Behle, Vize-Chefin von Verdi und stellvertretende Lufthansa-Aufsichtsratsvorsitzende, sei die Lufthansa als nationale Airline systemrelevant. Deshalb fordert sie Staatshilfen und die soziale und tarifliche Absicherung.

Erst im Februar hat das Arbeitsgericht Frankfurt insgesamt acht Kündigungen des Unternehmens gegen den Ex-Vorsitzenden der Gewerkschaft UFO für ungültig erklärt. Leider kein Einzelfall, sondern wohl ganz "nomales Union Bashing".

Quellen: reuters, 24.04.2020, airliners.de, 19.02.2020