Freitag, 13. Juli 2012

Wollen Sie auch 36.000 EUR pro Tag verdienen?

Dann werden Sie einfach erfolgloser Fußballer in Leipzig.

Der neu in Leipzig eingestiegene polnische Spieler Adrian Mrowiec muss nach nur 14 Tagen Training gehen.
"Irre: Bei geschätzten rund 30000 Euro Monatsgehalt geht es jetzt um eine Abfindung in Höhe von rund 500000 Euro! Macht einen Tageslohn von 36000 Euro in Liga vier!"
Lohnt sich doch - oder?

Quelle: Bild.de, 12.07.2012

Mittwoch, 11. Juli 2012

Achtung Gefahr: Sperrzeit bei Turbo-Abfindung

Wenn Arbeitnehmer für die frühzeitige Auflösung ihres Arbeitsverhältnisses eine „Turbo-Abfindung“ in Anspruch nehmen, so müssen sie mit einer zwölfwöchige Arbeitslosengeld-Sperrzeit rechnen.

Dies gilt, wenn der Beschäftigte nicht versucht, sein Arbeitsverhältnis so lange wie möglich zu erhalten. Statt des Aufhebungsvertrags mit „Turbo-Abfindungsprämie“ muss er die betriebsbedingte Kündigung abwarten, umso mehr, wenn im  Sozialplan ebenfalls eine – wenn auch geringere – Abfindung vorgesehen ist.

Das entschied das Hessische Landessozialgericht (LSG) in Darmstadt in einem Urteil, das am 09.07.12 bekanntgegeben wurde (Az.: L 7 AL 186/11).

vgl: Sperrzeit nach Abfindung

Abfindung für einen Diamanten

Eine Abfindungung für einen Diamond! - Kennen Sie Diamonds?

Der zurückgetretene Vorstandschef der britischen Barclays-Bank heißt Bob Diamond (Übrigens: Heute -11.07.2012, 19:26 Uhr steht da noch über die "Die Geschichte von Barclays": "2011 Bob Diamond folgt auf John Varley als CEO von Barclays").

Klingt doch irgendwie passend ... Bankchef = Diamond - stimmt's?

Nun musster er zurücktreten - allerdings mit einer dicken Abfindung von knapp 2,5 Millionen Euro. Nun ja, sind ja Peanuts im Verhältnis zu den maximal 25 Millionen Euro, die ihm zugestanden hätten, wenn er seine langfristig garantierten Bonusleistungen durchgesetzt hätte. Doch darauf hat er großzügigerweise "freiwillig" verzichtet - ist eben ein richtiger Diamond,
"einer der bestbezahlten Bankmanager der Welt. Im vergangenen Jahr bekam er trotz schlechter Unternehmenszahlen ein Rekordgehalt von 17,7 Millionen Pfund",
berichtet Focus Money.

Warum musster er eigentlich zurücktreten und eine dicke Abfindung kassieren? Ach ja, weil er ein bisschen den wichtigsten Marktzins der Branche manipuliert hat, den Libor. Na ja, nicht er selbst, eigentlich wusster er ja gar nichts davon. Es trifft eben immer die Unschuldigen ...

Aber was soll's, sein  Premierminister David Cameron grollt mit ihm und hat sich sogar gegen hohe Abfindungen für diese "Bankster" ausgesprochen.
"Ich denke, es wäre absolut falsch, Leuten, die unter diesen Umständen gegangen sind, große Abfindungen zu zahlen",
Deswegen werden es ja nun auch nur zweieihalb Millionen. Wie heißt es so treffend: Undank ist der Welten Lohn.

Quelle: Focus Money, 10.07.2012

Freitag, 8. Juni 2012

180.000 EUR Abfindung für Pfusch am Berliner Großflughaben

Wie die BZ am 06.06.12 meldet, muss der frühere Planungschef des Berliner Großflughafens, Manfred Körtgen (59),  nach dem Debakel um die Eröffnung nicht allein gehen. Nein, er soll auch noch eine dicke Abfindung von 180.000 EUR erhalten.

Inwiefern einen solchen Abfindungs-Bonus auch die übrigen 200 Architekten, Planer und Bauleiter erhalten, die von fristlosen Kündigung des Vertrages der Berliner Flughäfen mit dem Generalplaner „gp bbi“ betroffen sind, habe ich in der Presse noch nicht gefunden.Kündigungsgrund ist „insbesondere die mangelhafte Koordinierung der Bauüberwachungsleistung“, heißt es in einem Schreiben, auf das ebenfalls die BZ bereits am 23.05.2012 verwies.

Na angesichts der Kosten - jeder Tag soll 15 Mio. EUR kosten - sind 180.000 EUR wirklich nicht viel Geld. Auch acht bis neun der 75 Händler am neuen Flughafen sind finanziell in ihrer Existenz bedroht.

Quelle: BZ, 23.05.2012 und BZ, 06.06.2012

Samstag, 26. Mai 2012

Abfindung für Bundeswehr-Berufssoldaten und Beamte

Ist ja sonst nicht meine Zeitung, doch weil es wohl einige trifft:

In Bild.de war am 24.05.2012 zu lesen, dass die Abfindung für Berufssoldaten und Beamte großzügiger als ursprünglich geplant ausfalle. Demnach habe der Verteidigungsausschuss beschlossen, dass die Abfindung bei Soldaten im Alter von 40 bis 50 Jahren von 7500 auf 10 000 Euro für jedes noch ausstehende Dienstjahr betragen soll. Gleichzeitig sollen Hinzuverdienstgrenzen für ausgeschiedene Bundeswehr-Angehörige entfallen.

Insgesamt sollen in der Bundeswehr und im Ministerium 9.200 Stellen abgebaut werden, darunter 6200 für Berufssoldaten und 3000 für Zivilisten.

Quelle: Bild.de, 24.05.2012

Für eine Abfindung muss man kämpfen

"'Whistleblower'"-Prozess - Gefeuerte Altenpflegerin bekommt Abfindung" - so oder so ähnlich lauteten die Schlagzeilen um den 24.05.2012 in mehreren Tageszeitungen. 


Nach acht Jahren Kampf gegen eine fristlose Kündigung und durch die Instanzen bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte stimmt die "gefeuerte Altenpflegerin" einem Vergleich zu: 90.000 Euro Abfindung und eine ordentliche Kündigung zum 31.05.2005 sind das Ergebnis des Vergleichs.

Am 21.07.32011 hatte die Altenpflegerin vor dem Gerichtshof in Straßburg Recht bekommen. In der fristlosen Kündigung sahen die Straßburger Richter eine Verletzung der Meinungsfreiheit. Als sogenannte "Whistleblowerin" hatte sie 2004 die Zustände in einem Pflegeheim des landeseigenen Berliner Klinikkonzern Vivantes öffentlich anprangert, indem sie den Konzern anzeigte. Daraufhin erhielt sie die fristlose Kündigung.

Für die deutschen Gerichte bis hin zum Bundesverfassungsgericht war die Kündigung offensichtlich "normal", denn sie bestätigten die fristlose Kündigung. Wie heißt es doch im Sprichwort: Wes' Brot ich eß, des' Lied ich sing.

Der Vergleich wurde nun aufgrund des Urteils in Straßburg im Berliner Landesarbeitsgericht erkämpft, denn der ehemalige Arbeitgeber Vivantes war noch immer nicht bereit, die fristlose Kündigung zurückzunehmen.

Quelle: süddeutsche.de, 24.04.2012

Sonntag, 13. Mai 2012

Für höhere Abfindung gekämpft - knapp 30.000 EUR gewonnen

Der deutsche Rechtswissenschaftler Rudolf von Jhering, (1818 - 1892), soll sich einmal geäußert haben: "Dem Satz: 'Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen' steht mit gleicher Wahrheit der andere gegenüber: 'Im Kampfe sollst du dein Recht finden'."

Das mag auch ein früheren Mitarbeiter der Maschinenbaufirma Hinterkopf in Eislingen gedacht haben, als er gegen sein Unternehmen auf eine höhere Abfindung klagte ... und erhielt: Eine fehlende Klammer kostete der Firma viel Geld - 28.500 EUR Abfindung.

Gemäß Sozialplan sollte der Mitarbeiter, der erst seit eineinhalb Jahren in dem Unternehmen gearbeitet hatte, eine "Regelabfindung" von einem halben Monatsgehalt bekommen. Doch schon in der ersten Instanz konnte die Geschäftsleitung nicht nachweisen, dass sie den Betriebsrat angehört hatte, bevor sie den Leuten kündigte.

In der zweiten Instanz gaben die Richter dem Werkzeugmacher und Industriemeister erneut Recht. Die Verantwortlichen hatten den Sozialplan und eine Liste mit Namen von Mitarbeitern in einem Ordner zusammengelegt, aber eben nicht geheftet. Diese recht lose Verbindung genügt nicht den strengen gesetzlichen Anforderungen. Schriftstücke müssen als einheitliche Urkunde erkennbar sein, bevor sie Geschäftsführung und Betriebsrat unterzeichnen. Genau disen Formfehler bemängelten die Anwälte des Werkzeugmachers.

Wegen der fehlenden Heftklammer in den Dokumenten endete der Streit mit einem Vergleich auf eine Abfindung von 28.500 Euro. Andernfalls hätte das Unternehmen den Mitarbeiter wieder einstellen und den ausstehenden Lohn zahlen müssen. Diese Lösung wäre dem Unternehmen wohl zu teuer geworden.

Und die Moral von der Geschicht: "Arbeitnehmer sollten nicht vorschnell etwas unterschreiben", meint der ehemalige Mitarbeiter.

Quelle: SÜDWEST PRESSE, 03.05.2012, "Fehlende Klammer kostet viel Geld"

Wenn selbst Hochqualifizierte monatelang keinen Job finden

"In der Krise finden auch Menschen, deren Karrieren bislang steil nach oben gingen, keinen Job mehr. Vier Betroffene berichten, vor wel...