Mittwoch, 19. Oktober 2011

Dem BND verweigert - Entlassung - Abfindung eingeklagt

Ohne Kommentar: Irakischer Pilot bekommt Abfindung, obwohl er sich weigerte, mit dem BND zu sprechen

Was für eine Story?

Da ist ein Pilot unter Saddam Hussein in der irakischen Luftwaffe tätig. Er gehört zur turkmenischen Minderheit im Irak. Als Angehöriger einer Minderheit beginnt er irgendwann um sein Leben zu fürchten. Schließlich flieht er nach Deutschland.

Hier wird er - vor nunmehr 14 Jahren - ungewöhnlich schnell aufgenommen. Innerhalb kurzer Zeit bekommt er eine Aufenthaltsgenehmigung und die deutsche Staatsbürgerschaft. Auch seine Familie wird bei der Integration unterstützt. Die Unterstützer hält er jahrelang für Sozialarbeiter.

Er wird als Pilot vom Aerodienst Nürnberg angestellt und fliegt zehn Jahre lang für die Nürnberger Firma kranke Urlauber nach Hause. Offensichtlich war er ein guter Pilot, denn das Unternehmen befördert den nunmehr 56-Jährigen zum Flottenchef.

Doch wenige Wochen darauf erhält er die Kündigung? - Was ist passiert?

Nach Angaben des Aerodienstes gehören regelmäßige Gespräche mit dem Bundesnachrichtendienst (BND) zur Überprüfung der Sicherheit. Einem solchen Gespräch verweigert sich der Pilot. Daraufhin kündigt der Aerodienst Nürnberg das Arbeitsverhältnis und begründet die Kündigung mit Sicherheitsbedenken.

Der Pilot hält die Kündigung für unbegründet und klagt dagegen. In der ersten Instanz gibt das Nürnberger Arbeitsgericht dem Aerodienst Recht ... Nun geht der Pilot in die Berufung.

Wie es scheint, hat er erst sehr spät erkannt, dass seine rührigen Helfer keine Sozialarbeiter, sondern Mitarbeiter des Bundesnachrichtendienstes sind. Vor dem Berufungsprozess erklärt gegenüber dem Bayerischen Rundfunk, er wolle mit keinem Geheimdienst der Welt etwas zu tun haben.

Letztendlich haben sich die Parteien dann wohl vor dem Nürnberger Landesarbeitsgericht auf einen Vergleich geeinigt. Der Pilot bekommt eine Abfindung.

Quelle: http://www.br-online.de

Dienstag, 18. Oktober 2011

Abfindung für Soldaten bei "betriebsbedingter Kündigung"

Auch die Bundeswehr steht vor "betriebsbedingten Kündigungen". Verteidigungsminister de Maizière kündigt an, die Bundeswehr auf-, um- und abzubauen ... von 220.000 auf insgesamt rund 185.000 Soldaten.

Von einer Entlassung würden nach de Maizières Einschätzung bis zum Jahr 2017 rund 6.200 Berufssoldaten und 3.000 zivile Beamte betroffen sein. Für diese solle es Abfindungsregelungen geben. So sollen die bis 40-Jährigen 5.000 Euro pro Dienstjahr erhalten. Je älter die Betroffenen, desto attraktiver werden auch die Angebote. 


Die Kosten der Vorschläge beziffert das Verteidigungsministerium bis 2017 auf rund eine Milliarde Euro.


Quelle: taz, 18.10.2011

Samstag, 24. September 2011

"Vattenfall senkt Abfindungen für Top-Manager"

Wie das "Hamburger Abendblatt" am 24.09.2011 berichtet, können können Mitarbeiter an der Spitze des Vattenfall-Unternehmens künftig nur noch maximal zwei Jahreseinkommen als Abfindung erhalten. Darüber hinaus solle es auch keine Bonuszahlungen mehr geben.

In der Vergangenheit hatten z. B. der zeitweilige Chef der deutschen Tochter Vattenfall Europe, Hans-Jürgen Cramer, nach nur fünf Monaten Amtszeit Anspruch auf 2,3 Millionen Euro Abfindung. Sein Vorgänger Klaus Rauscher bekam 2007 gar 5,5 Millionen Euro, obwohl er wegen der Pannenserien in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel entlassen wurde.

Den Zahlungen lagen nach Firmenangaben Fünf-Jahres-Verträge mit vollem Gehaltsanspruch bei vorzeitigem Ausscheiden zugrunde.

Quelle: Hamburger Abendblatt

Freitag, 23. September 2011

FTD - Galerie der Übergangschefs

Die Financial Times Deutschland veröffentlichte am 23.09.11 eine "Galerie der Übergangschefs": http://www.ftd.de/unternehmen/:galerie-der-uebergangschefs-apotheker-und-andere-kurzlaeufer/60107394.html

Wenn ich hier darauf verweise, dann geht es mir nicht um die Personen, die dort genannt werden. Dem interessierten Leser empfehle ich vielmehr die kurzen Kommentare dazu, wie die Leute in die Funktionen kamen, wie sie sie verließen oder verlassen mussten und mit welchen Folgen ... vielleicht sind die Kommentare auch nur eine Anregung, dass nach einer Entlassung das (Arbeits-)Leben nicht zu Ende, wenn man weiß, wie man daraus eine neue Herausforderung annimmt.

Sonntag, 18. September 2011

Abfindung - Ach erneut im Fußball

Ex-Spieler Matthias Scherz verklagt den 1. FC Köln. Einst Liebling "Mattes" sollte sich nach seinem Abschied vom aktiven Sport 2009 um die Karriereplanung des FC-Nachwuchses kümmern. Dafür soll er laut "Express" rund 10 000 Euro Gehalt im Monat vom Klub erhalten haben.

Meiers Nachfolger Volker Finke hat den auslaufenden Vertrag von Scherz im Sommer nicht verlängert. Hier liegt also offensichtlich keine Kündigung vor, denn ein befristete Vertrag bedarf keiner Kündigung. Er läuft einfach aus.

So will das wohl Matthias Scherz nicht einfach akzeptieren: "Er kontaktierte seinen Anwalt, und der ersann eine interessante, im Profifußball neue Argumentation. Nach insgesamt zwölf Jahren im Klub sei Scherz mit einem Festangestellten gleichzusetzen, er könne daher nicht einfach so vor die Tür gesetzt werden. Zumindest stehe ihm eine Abfindung zu. Darauf wird jetzt geklagt."

Na dann schaun wir doch mal, ob das Gericht das auch so sieht und einer Abfindung zustimmt.

Samstag, 13. August 2011

Ein "unmoralisches Angebot"?

Wie die Süddeutsche Zeitung am 13.08.11 meldet, drohen beim Autobauer Opel in Bochum Anfang nächster Woche nun wieder betriebsbedingte Kündigungen. Bereits vor Monaten hatte Opel gedroht, wenn nicht genügend Mitarbeiter ins Rüsselsheimer Werk wechseln oder eine Abfindung annehmen, würden betriebsbedingte Kündigungen ausgesprochen.

Mitte Juli hatten dann 155 Mitarbeiter ein Angebot zum einvernehmlichen Wechsel oder Ausscheiden erhalten. Nach Angaben des Betriebsrats haben dieses Angebot bisher aber nur 22 von ihnen angenommen. Die übrigen müssen mit ihrer Kündigung rechnen.

Siehe auch: http://www.sueddeutsche.de/z5H38G/149123/Kuendigungen-bei-Ope.html

Donnerstag, 4. August 2011

Jeder entlassene Telekom-Mitarbeiter erhält über 360.000 Euro Abfindung

Unter nachfolgendem Link gibt es eine kurze, aber sehr aktuelle Diskussion zu dem Beitrag:

"Die mehrheitlich im Staatsbesitz befindliche Telekom hat gerade 1600 Mitarbeiter abgebaut. Jeder dieser entlassenen Mitarbeiter kann durchschnittlich mit einer Abfindung von ca. 360.000 EURO aus dem Staatsbesitz rechnen.
Das ist zwar weniger als die ehemaligen Mitarbeiter der staatseigenen West-LB bekommen, aber eine angenehme Lebensgrundlage auf Kosten der Steuerzahler."

http://foren.t-online.de/foren/read/nachrichten/allgemein/jeder-entlassene-telekom-mitarbeiter-erhaelt-ueber-360000-euro-abfindung,645,7299285,7299312.html

Angenommen, es sind wirklich 1.600 Mitarbeiter, die durchschnittlich 360.000 EUR Abfindung bekommen. Weiter angenommen, alle sind verheiratet und haben ein normales Jahresfamilieneinkommen von 60.000 EUR (was sicher nicht hoch gegriffen ist). Dann werden jedem durchschnittlich knapp 160.000 EUR abgezogen. Das ergibt einen Gesamtsteuerabzug von 256.000.000 EUR (zweihundertsechzig Millionen EUR) ... ist doch ein ganz schönes Sümmchen für den Fiskus ... oder?

Dagegen sind die Kosten für den Staat recht gering. Denn Alg I haben die Mitarbeiter mit ihrer Arbeitslosenversicherung selbst bezahlt. Na und wie lange muss jemand Alg 2 beziehen, ehe er auf 160.000 EUR kommt, die ihm an Steuern abgezogen wurden?

VW-Zukunftsplan 2030: Aufsichtsrat beschließt 50.000 Stellenabbau - Personalwirtschaft

Was für ein "Zukunftsplan": "Rund 50.000 weitere Stellen werden abgebaut, für vier deutsche Werke ist eine gesicherte Belegun...