Mittwoch, 26. Juni 2013

Keine Abfindung? - Setzen Sie doch Ihren Chef fest!

So sollen es jedenfalls nach einem Bericht in der Onlineausgabe des Wirtschaftsblatts Angestellte eines Betriebs in China machen. US-Chef Chip Starnes hatte in Peking 30 von 130 Mitarbeitern gekündigt. Nun wollen die verbliebene Mitarbeiter auch eine Abfindung kassieren und halten ihn in seinem Büro fest.

Abfindung ... oder im Büro leben


Das Wirtschaftsblatt beruft sich auf AFP und zitiert:

"'Sie sagen unerbittlich, ich müsse hier bleiben und im Büro leben', sagte der Manager Chip Starnes am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. 'Sie haben gesagt, mein Büro sei sehr schön, ich könne mich also nicht beklagen.'"

Auch der chinesische Standortchef und der Buchhalter können das Werk dem Bericht nach nicht verlassen. Der örtliche Gewerkschaftsvertreter Chu Lixiang soll dagegen auf Anfrage von AFP über den Verbleib von Chip Starnes gesagt haben:

"Er ist in seinem Büro und verhandelt"

Chip Starnes wird, wie er angibt, von den Behörden dreimal täglich mit Mahlzeiten versorgt. Die Polizei überwacht, dass keine Gewalt ausbricht. In den Konflikt eigreifen wollten die Behörden aber nicht.

Quelle: wirtschaftsblatt.at, 25.06.2013

Dienstag, 25. Juni 2013

Abfindung von 0,6 Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr vereinbart

Auch der britische Konzern Rentokil-Initial schließt in Südbaden einen Standort. Für Beschäftigte, denen die Arbeitslosigkeit droht, sei eine Abfindung von 0,6 Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr vereinbart worden.

Überdurchschnittlieche 0,6 Monatsgehälter Abfindung vereinbart

Die Leitung des britische Konzerns will den Freiburger Standort schließen. Bisher wurde in dem Unternehmen in Freiburg Berufskleidung gewaschen und wieder Instand gesetzt. Dies soll nun in Trossingen auf die Baar erfolgen. 

Laut IG Metall sind von der Werksschließung 63 Beschäftigte betroffen. 45 Beschäftigen drohe Arbeitslosigkeit. Vielleicht kann ihnen der Sozialplan, der zwischen Arbeitgeber und Betriebsrat vereinbart wurde, etwas Spielraum verschaffen, um einen neuen Job oder eine andere Alternative zu finden. Denn im Sozialplan ist vorgesehen, dass die Beschäftigten für 12 Monate in eine Transfergesellschaft wechseln können. 

"Zudem sei eine Abfindung von 0,6 Monatsgehältern pro Jahr der Beschäftigung erreicht worden."
Dass eine solche Abfindung von 0,6 Monatsgehältern je Beschäftigungsjahr durchaus nicht üblich ist in der Branche, lässt ein Vergleich mit einer Studie aus dem Jahre 2009 erkennen.

Quelle: Badische Zeitung, 25.06.2013

0,225 Monatsgehälter als Abfindung - nicht mal die sind sicher

Die ehemaligen Beschäftigten des Textilherstellers Brennet GmbH in Wehr bangen um ihre Abfindung. Im Sozialplan waren 0,225 Monatsgehälter je Beschäftigungsjahr vereinbart für die Mitarbeiter.

0,225 Monatsgehälter Abfindung sind extrem niedrig


Doch der Firmeninhaber Stefan Denk verkündete am 30. April 2013, dass aufgrund von "Liquiditätsproblemen" nicht einmal diese extrem niedrige Abfindung gezahlt werden könne.

Für die Industriegewerkschaft (IG) Metall will der Inhaber mit seinem Vorgehen die Abfindungen weiter drücken.

"Eine Abfindung von 0,225 Monatsgehältern sei 'selbst in der Textilbranche eine extrem niedrige', schreibt Thomas Wamsler, Geschäftsführer der IG-Metall-Verwaltungsstelle in Lörrach. Jetzt sogar diese 'weit unterdurchschnittliche Abfindung' nicht zahlen zu wollen, 'schürt Spekulationen um die Annahme, dass Denk von vorneherein beabsichtigte, die Schließung (der Brennet-Werke) so billig wie möglich zu machen, und Abfindungen von Anfang an vermeiden wollte'",
wird Wamsler in der Badischen Zeitung vom 24. Juni zitiert.

Aus Sicht der IG Metall wäre es ein klarer Rechtsbruch, das völlige oder teilweise Verweigern der Abfindung ein Rechtsbruch, wenn den Beschäftigten der Rechtsanspruch auf die Abfindung streitig gemacht würde. Die IG Metall werde jedenfalls für ihre Mitglieder im Streitfall auch vor Gericht die Abfindungszahlung durchsetzen.

Dass die IG-Metall mit ihrem Vorwurf einer "extrem niedrigen" Abfindungen gar nicht so falsch liegt, lässt sich auch annähernd einer Studie aus dem Jahr 2009 entnehmen. 


Quelle: Badische Zeitung, 24.06.2013

Nachtrag: Siehe auch Badische Zeitung, 26.04.2013 

Sonntag, 16. Juni 2013

Abfindungszahlung bei Insolvenz

Wie schwierig es ist, bei Insolvenz eine vereinbarte Abfindung zu erhalten, erleben seit 2011/2012 rund 20 ehemalige Redakteure der Frankfurter Rundschau.

Abfindungszahlung soll Gericht entscheiden


Wie im SPIEGEL, Heft 25/2013 nachzulesen ist, hätten die Redakteuere damals einen Abwicklungsvertrag im Vertrauen darauf unterschrieben, dass der ehemalige Mehrheitseigentümer der Frankfurter Rundschau, der Verlag M. DuMont Schauberg (MDS) und Alfred Neven DuMont persönlich die Zahlung der Abfindung garantieren.

Nun behauptet MDS-Sprecher Wolfgang Brüser, diese Zusicherung sei "völlig aus der Luft gegriffen" und Schuld an der noch nicht erfolgten Zahlung sei der Insolvenzverwalter.

Im September soll im Frankfurter Arbeitsgericht nun eine Entscheidung fallen.

Wer eine Abfindung trotz Insolvenz des Arbeitgebers erhalten will, sollte einige Risiken und Regeln beachten - mehr dazu hier!

Quelle: SPIEGEL, 25/2013

Donnerstag, 13. Juni 2013

Abfindung: 1,25 Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr für Prinovis-Mitarbeiter

Eine relativ hohe Abfindung in Höhe von 1,25 Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr haben laut Berichten des NDR 1 Welle Nord Geschäftsführung und Gewerkschaft für die Mitarbeiter der Prinovis-Druckerei in Itzehoe ausgehandelt.

Sozialplan-Abfindung in Höhe von 1,25 Monatsgehältern pro Beschäftigungsjahr

Rund 1.000 Mitarbeiter der Prinovis-Druckerei in Itzehoe verlieren im April 2014 ihren Job. Die Abfindung ist für 600 festangestellte Mitarbeiter ausgehandelt worden. Die 350 Leiharbeiter sollen in eine Transfergesellschaft wechseln können.

Darüber hinaus wurden im Sozialplan Zusatzbeträge für Kinder beziehungsweise Schwerbehinderte sowie das Angebot zur Weiterbeschäftigung an anderen Prinovis-Standorten verankert.

Dass diese Abfindungshöhe durchaus nicht häufig vorkommt, lässt sich auch an Vergleichen erkennen, die Sie auf abfindunginfo.de finden.

Quelle: NDR.de, 12.06.2013

Dienstag, 4. Juni 2013

Ehemalige Karmann-Mitarbeiter erhalten Abfindung

Vor vier Jahren gind die Firma Karmann aus Osnabrück in die Insolvenz. Jetzt erhält ein großer Teil der ehemaligen Mitarbeiter des Automobilherstellers eine Abfindung in Höhe von bis zu 2,5 Monatsgehältern.

Abfindung trotz Insolvenz

Der Ausschüttung wurde ein Sozialplan zugrunde gelegt, der zwischen der IG Metall Osnabrück, dem Betriebsrat von Karmann und Insolvenzverwalter Ottmar Hermann nach der Betriebsaufspaltung gemeinsam vereinbart worden war. Das Insolvenzgericht hat der Auszahlung im Juni und Juli zugestimmt.

Für eine Abfindung sind 2,5 Monatsgehälter kein sehr hoher Betrag - siehe auch "Exkurs: Berechnung der Abfindung". Doch dass trotz der Insolvenz überhaupt eine Abfindung ausgehandelt werden konnte und gezahlt wird, grenzt fast an ein Wunder. Denn selbst eine ausgehandelte oder erstrittene Abfindung ist bei Insolvenz meist verloren.

Quelle: Braunschweiger Zeitung, 31.05.2013

Montag, 27. Mai 2013

Heute beginnen die Verhandlungen in der Einigungsstellung über die Zukunft der Opelaner in Bochum. Ihr Ziel:

Einkommen statt Abfindung - Klare Worte von Opel-Betriebsrat Dirk Bresser

Quelle: lokalkompass.de

Abfindung mit Ein-Fünftelregelung

Wie die einzig verbliebene Steuerermäßigung auf Ihre Abfindung berechnet wird, wem die Fünftelregelung einen Steuervorteil bringt und wie gr...