Donnerstag, 11. Juli 2019

Tengelmann - Entlassung und Sozialplan

Das Familienunternehmen Tengelmann aus Mühlheim an der Ruhr löst nach mehr als 150 Jahren seine bisherige Holding auf. Was wird aus den Beschäftigten?

Sozialplan bei Tengelmann 


Ende 2019 schließt das Unternehmen in seiner bisherigen Form und verlässt das traditionsreiche Firmengelände in Mülheim. Wenn die Holding des Unternehmens zum 31.12.2019 ihren Betrieb einstellt, sind davon direkt noch ca. 200 Beschäftigte in der Zentrale betroffen.

Nach Pressemeldungen soll jeder Mitarbeiter ein Monatsbrutto-Entgelt pro Jahr der Betriebszugehörigkeit als Abfindung erhalten. Wer bereits 55. Lebensjahr vollendet hat, kann mit 1,2 Monatsentgelten für jedes Jahr der Arbeit bei Tengelmann rechnen. Für 58-jährige und ältere besteht  alternativ die Möglichkeit, die Abfindung in Monatsgehälter bis zur Rente umwandeln zu lassen.
"Eltern unterhaltsberechtigter Kinder erhalten einen Aufschlag zur Abfindung von 3500 Euro je Kind, Alleinerziehende zusätzlich 3500 Euro. Schwerbehinderte erhalten ebenfalls 3500 Euro mehr."
Insgesamt erscheint der Sozialplan, auf den sich Geschäftsführung und Betriebsrat geeinigt haben, den Pressemeldungen nach zu urteilen überdurchschnittlich gut für die Beschäftigten. Was jeder Betroffene daraus machen kann, ist eine andere Frage. Auch wenn die Abfindungen gut klingen, wird ein erheblicher Teil von Steuern aufgefressen - sofern nicht Chancen zur Steuergestaltung genutzt werden.

Mit nur ca. 40 Beschäftigten soll das Unternehmen unter dem Namen Tengelmann Twenty One weitergeführt werden. Außer Rechts- und Steuerfragen soll zum Geschäftsfeld des neuen Unternehmens auch Geschäftsentwicklung, Investment-Management und Talententwicklung gehören. Zum Firmenverbund gehören auch der Textildiscounter KiK, die OBI Bau- und Heimwerkermärkte,  babymarkt.de und weitere Gesellschaften.

 

Quelle: waz.de, 10.07.2019

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