Mittwoch, 23. März 2016

Abfindung größer als Unternehmensgewinn

Was für "normale Arbeitnehmer" kaum vorstelbar ist, geht für Vorstandschefs ganz selbstverständlich: Die Firma macht Verluste, der Chef bedient sich selbst ... und geht mit einer Millionen-Abfindung.

3-Million-Abfindung für 1,4 Millionen Euro Verluste 


Wie im Handelsblatt berichtet, kassierte Martin Billhardt, Ex-Vorstandschef des Cuxhavener Projektentwicklers PNE Wind 2015 mehr als 3,3 Millionen Euro - davon allein 3 Millionen als Abfindung.
"Damit verdiente der Ex-Vorstandschef, der im vergangenen Jahr mit einer teuren Dienstreise und überzogenen Vergütungen in die Schlagzeilen geriet, mehr Geld als das gesamte Unternehmen... PNE Wind weist ... einen Verlust vor Steuern von fünf Millionen Euro aus. Eine Steuerrückzahlung reduziert das Minus unterm Strich auf 1,4 Millionen Euro."
Ist damit der "neue Bereich in unserem Geschäftsmodell" gemeint??



Wer muss die Verluste und die Abfindung eigentlich bezahlen?

In der Unternehmensführung sieht man die Geschäftsentwicklung - und damit wohl auch die Abfindung = "Entschädigung" des Ex-Vorstands offensichtlich gelassen:
"'Wir bauen Windparks auf eigene Rechnung und gehen dafür in Vorleistung', erklärte ein Sprecher. 'Würden wir sie verkaufen, hätten wir erhebliche Gewinne.'"
Würden wir..., dann hätten wir. Haben wir aber nicht, sondern hat er!

Wenn Sie jetzt mal kalkulieren, was davon unter Berücksichtigung der Fünftelregelung an Steuern abgeht, kann ich Sie beruhigen: Auch wenn Herr Billhardt ganz sicher nicht auf abfindunginfo.de war, hat er seine Abfindung sicher bestens steuerlich optimiert.


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