Dienstag, 17. Juni 2014

Abfindungen bis zu 250.000 Euro für Opel-Beschäftigte in Bochum

Abfindungen bis 250.000 Euro je Beschäftigten, eine Transfergesellschaft bis Ende 2016, Beschäftigungsgarantie für Mitarbeiter des Warenverteilzentrums im Werk III bis Ende 2020 und 365 Ersatzarbeitsplätze – auf diese Eckpunkte haben sich IG-Metall und die Unternehmensführung von Opel in Bochum laut Pressemeldung geeinigt.

Abfindung nach Sozialtarifvertrag


Der Sozialtarifvertrag gilt für die rund 3.200 Beschäftigten des Bochumer Opel-Werks. Ende 2014 wird es geschlossen.
"Der Vertrag koste Opel rund 552 Millionen Euro, teilte die Gewerkschaft mit ...
Weitere 60 Millionen würden in Ersatzarbeitsplätze investiert."
Und was kostet er die Beschäftigten, die Stadt, die Steuerzahler ...?

Die Abfindung soll im Januar 2015 ausgezahlt werden und berechnet sich nach der Formel:

Alter x Betriebszugehörigkeit (maximal 24 Jahre) x Bruttoentgelt
30


Ein lediger 45-Jähriger mit 20 Jahren Betriebszugehörigkeit und zuletzt 3.300 Euro Monatsgehalt, käme demnach auf rund 100.000 Euro Abfindung. Hätte er 2015 keine weiteren steuerpflichtigen Einkünfte, so würden ihm davon rund 86.000 Euro Netto-Abfindung verbleiben.

Für Ältere mit höheren Einkommen ist die Bruttoabfindung bei 250.000 Euro gedeckelt, wovon dann rund 182.000 Euro netto blieben.

 Bis zu 200 Bochumer können an einen anderen Opel-Standort wechseln und erhalten eine „Mobilitätsprämie“ von 15.000 bis 25.000 Euro.

Übringens: Mal angenommen, die rund 3.000 Entlassenen wären alle wie im Beispiel oben nur 45 Jahre und bekämen nur 100.000 Euro Abfindung, so ergäbe das allein für den Staat Steuermehreinnahmen von  39.000.000.

Allerdings ist die tatsächliche Steuerbelastung weitaus höher, wie gerade in einer aktuellen OECD-Studie veröffentlicht. Ein alleinstehender Durchschnittsverdiener trägt in Deutschland die zweithöchste Gesamtsteuerlast von 34 untersuchten OECD-Staaten. 

Hier noch mehrere Presseartikel zum Für und Wider von Transfergesellschaften.

Bleibt nur zu wünschen, dass die Betroffenen wenigstens das Beste aus ihrer Abfindung machen.

Quelle: Westfalenpost/derwesten.de, 13.06.2014

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