Montag, 3. März 2014

Schuler will 350 Arbeitsplätze streichen

Der weltgrößte Pressenhersteller Schuler will konzernweit in Deutschland 350 Arbeitsplätze streichen ... und die Arbeitsplätze nach China verlagern.

Strukturveränderung mit Massenentlassung


Es ist immer wieder das gleiche Lied: Geht es den Firmen gut, wird entlassen. Geht es ihnen schlecht, wird entlassen.

Bisher gehörte das Traditionsunternehmen Schuler AG mit Hauptsitz in Göppingen für viele hoch zufriedene Mitarbeiter so gut wie zur Familie, denn sie arbeiten seit Jahren in dem Unternehmen und sind hoch qualifiziert. Sonst wäre die Weltmarktführerschaft auch kaum denkbar.

Anch der Ankündigung des Personalabbaus macht sich unter den Betriebsräten und den Mitarbeitern Empörung breit, verkündet die IG Metall Bruchsal. Denn der Schuler AG geht es nach Aussagen der Unternehmensführung sehr gut.

Muss Strukturen verändern zwangsläufig heißen, Menschen den Job zu nehmen?

Wenn die Gießerei im Göppinger Werk geschlossen wird, kostet das allein 100 Beschäftigten den Arbeitsplatz. Allein die Kosten für die Schließung verschlingen aus der Sicht der IG Metall Millionen, die sinnvoller eingesetzt werden können:
„Ein klares Bekenntnis zur Gießerei, notwendige Investitionen und eine geringere Belastung durch Konzernumlagen könnten den Beschäftigten eine Perspektive geben,“

rechnet Martin Purschke, IG Metall Göppingen-Geislingen, dem Vorstand vor.

Neben dem Standort Göppingen sind von den Abbauplänen unter anderem die Standorte Weingarten (Landkreis Ravensburg), Waghäusel (Landkreis Karlsruhe) und Erfurt betroffen. 

Quelle: bruchsal.org, 04.12.2013

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