Montag, 24. März 2014

Abfindung - auch ein Thema für Barack Obama

Hätten Sie gedacht, dass Abfindungen auch ein Thema für US-Präsident Barack Obama sind? Na nicht direkt - doch hat er die ungleiche Einkommensverteilung in den USA zu einem politischen Thema gemacht und damit eine breite Diskussion darüber ausgelöst.

80-Millionen-Dollar-Abfindung von Barack Obama zur Diskussion gestellt

Robert Marcus ist nach einigen Jahren als einfaches Vorstandsmitglied zu Jahresanfang zum Leiter von Time Warner Cable aufgestiegen. Nicht einmal zwei Monate später scheid er wieder aus. Denn das Unternehmen wurde für 45 Mrd. US-Dollar an den Wettbewerber Comcast verkauft. Als entschädigung soll Robert Marcus für seine kurze Regentschaft mit rund 80 Mio. US-Dollar entlohnt und entschädigt werden. Das wären etwa eine Million pro Arbeitstag.

Das sei selbst für amerikanische Verhältnisse ungewöhnlich, berichtete die Neue Zürcher Zeitung mit Bezug auf die "New York Times". Demnach soll Robert Jackson, Rechtsprofessor an der Columbia-Universität, die Zahlung als problematisch bezeichnet haben.

Dabei ist die Abfindungssumme für Marcus keineswegs die höchste Summe, die an US-Manager bezahlt worden ist. Jack Welch erhielt beispielsweise 470 Mio. US-Dollar, als er 2001 als Chef von General Electric ausschied. Auch andere Unternehmen zahlten dreistellige Millionenbeträge, wie einige Beipiele auf abfindunginfo.de belegen. Aber diese Mega-Abfindungen gingen an Manager, die ihre Posten viele Jahre innehatten.

Derartig hohe "goldene Fallschirme" gibt es nach Berichten der Neuen Zürcher Zeitung seit den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts. Inzwischen erhalten nicht nur Manager, die nach Übernahmen ausscheiden müssen, solch hohe Abfindungen, sondern auch Vorstände, die in den Ruhestand gehen oder entlassen werden.
 
Quelle: Neue Zürcher Zeitung, 21.03.2014

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