Montag, 23. September 2013

18,8 Millionen Euro Abfindung - kann das eine Sünde sein?

Stephen Elop, Nokia CEO, erhält 18.8 Millionen Euro Abfindung. Während seiner dreijährigen Amtszeit verlor Nokia fast 20 Milliarden Euro an Marktwert. Dem finnischen Wirtschaftsminister Jan Vapaavuoridarf fällt es schwer, diese "Belohnung" zu verstehen.

Quelle: AFP in Handelsblatt, 30.04.2014
Sicher lässt sich trefflich streiten, welchen Anteil Stephen Elop an den Nokia-Verlusten hat. Unbestritten bleibt: Nokia hat in der Amtszeit (weiter) an Marktwert verloren. Und dafür gibt es eine Entschädigung für den CEO, in dessen Händen in dieser Zeit die Verantwortung lag.

Unbestritten ist auch: Die Abfindung zu zahlen ist eine souveräne unternehmerische Entscheidung ... die die Nokia-Kunden bezahlen und die Nokia-Mitarbeiter erarbeiten.

Ob es ein Trost für Kunden und Mitarbeiter ist, dass für andere CEOs auch schon dickere Abfindungen geflossen sind?

Nachtrag:

"Der Verkauf von Nokias Handy-Sparte an Microsoft hat den früheren Nokia-Chef Stephen Elop gut 24 Millionen Euro reicher gemacht. Das geht aus dem am Mittwoch veröffentlichten Jahresbericht von Nokia hervor. Die Abfindung fiel dank gestiegener Aktienkurse rund ein Viertel höher aus als ursprünglich angekündigt. Aktien machen mit gut 20 Millionen Euro den Großteil des Pakets aus. Microsoft übernimmt 70 Prozent der Abfindung."
Der CEO geht, weil die Firma an Boden verlor - dann steigen die Aktienkurse ... und der geschasste CEO profitiert. Ist das nicht ein cleveres Geschäftsmodell?

Quelle: Mobilegeeks, 21.09.2013, Handelsblatt, 30.04.2014

 

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