Montag, 29. Juli 2013

Auch ohne Abfindung 9 Millionen Euro bei Entlassung

Die Mitglieder des Siemens-Aufsichtsrates wollen den Vorstandschef Peter Löscher loswerden. Ganz ohne Geld geht das aber nicht ...

Abfindung durch Siemens-Vergütungsregeln gekappt

 
Nach den Vergütungsregeln des Siemens-Konzerns würde der Vorstandschef voraussichtlich mehr als 9 Millionen Euro bekommen, wenn der Konzern Peter Löscher feuern würde. Denn in den Vergütungsregeln des Münchener Konzerns ist festgelegt, dass ein Vorstand im Falle eines einvernehmlichen Ausscheiden - warum auch immer dieses Ausscheiden zustande kommt - zwei Jahresgrundgehälter inklusive Bonus erhält.

Für Peter Löscher summieren sich diese Vergütungen auf 6,7 Millionen Euro. Hinzu kommen Bezüge für seine Pension über gut 2,2 Millionen Euro sowie anteilig der - noch nicht festgelegte - Bonus für das laufende Geschäftsjahr. - So heißt es in der F.A.Z

1. Nachtrag: In der Süddeutschen ist dagegen von 15. bis 17 Millionen Euro die Rede.

2. Nachtrag: Der NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider findet "Millionen-Abfindung für Manager oft unanständig".
„Wenn ein Manager 500 Mal mehr verdient als der Pförtner, hat das mit individueller Leistung nichts mehr zu tun“.

Demgemäß sollten Arbeitnehmervertreter in Aufsichtsräten prüfen, wie viel ein Manager beim Abgang kassieren dürfe.

3. Nachtrag: "Einvernehmliche Beendigung" - Peter Löscher verlässt des Siemens-Vorstand und "Siemens zahlt Löscher 17 Millionen Euro Abfindung", wie in der WELT vom 29.11.2013 zu lesen ist.


Wer erarbeitet eigentlich dieses Geld und wer bezahlt es?

Quelle: FAZ, 28.07.2013, Süddeutsche.de, 31.07.2013 und WAZ, 31.07.2013

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen