Sonntag, 26. August 2012

Kaum Abfindungschancen bei Schlecker

Eine Abfindung, also Entschädigung für die betriebsbedingte Kündigung hätten viele der Schlecker-Mitarbeiter menschlich gesehen wohl verdient. Doch wo jetzt noch hernehmen?

Für die ehemaligen Beschäftigte der insolventen Drogeriemarktkette Schlecker gibt es kaum Chancen auf eine Abfindung. Kammertermine vor dem Ulmer Arbeitsgericht endeten mit Vergleichen. Zwar sollen vom Schlecker-Insolvenzverwalter Arndt Gewitz Ansprüche auf die Abfindung nach dem Tarifsozialplan gewährt werden. Doch Geld erhalten die ehemaligen Beschäftigten nur, wenn das Restvermögen groß genug ist, um die Gläubiger zu bedienen.

Dann kann die Abfindung als Masseverbindlichkeit geltend gemacht werden - und eventuell etwas Geld für Abfindung übrig bleiben.

Quelle: Südwestpresse, 17.08.2012

Nachtrag: Solidaritätsfonds statt Abfindung 

Anstelle einer Abfindung wenigstens eine 400-Euro-Spende von der Paul-Schobel-Caritas-Stiftung - das ist für Schlecker-Frauen nun eine finanzielle Hilfe, weil andere versagen. In Welt Online wird der Stifter Paul Schobel zitiert:
"Wenn Menschen in dem Umfang arbeitslos werden, muss es politischer Wille sein, sie wieder in Arbeit zu bringen".
Und Porsche-Gesamtbetriebsratschef Uwe Hück wird als erster prominenter Spender genannt, der seine Spende mit den Worten kommentierte:
"Was mich ärgert ist die Subventionsvergabe an die Industrie in Milliardenhöhe."
Wenn es dann darum gehe, 25.000 Menschen eine Zukunft zu geben, sei kein Geld da.

 Quelle: Welt, 04.09.2012

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