Dienstag, 21. August 2012

100.000 EUR Abfindung für Untreue

100.000 EUR Abfindung für Untreue-Vorwurf - 18.500 EUR Abfindung für ehrliche Arbeit. Was ist Ihnen lieber?

Möglich ist beides.  Die 100.000 gibt es für einen rausgeschmissenen Geschäftsführer - die 18.500 kann es für einfache Mitarbeiter geben ... wenn die Unternehmensinsolvenz das zulässt.

Der Geschäftsführer der städtischen Entwicklungsgesellschaft Ruhr (EGR) in Bochum, Michael Müller, muss zum 31.08.2012 seinen Chefsessel räumen und über 100.000 Euro Abfindung quittieren. Warum? - weil ihn die Staatsanwaltschaft Aachen wegen Untreue im früheren Job in Düren anklagt.

Na bitte - es geht doch. Man muss doch nicht ein armseliges Opfer von Mobbing werden oder wegen eines formalen Fehlers bei einer Kündigung auf 500 EUR Abfindung hoffen dürfen. 100.000 EUR für einen Untreue-Vorwurf machen es auch.

Könnte doch ein neues Geschäftsmodell werden: Lassen Sie sich der Untreue anklagen und kassieren Sie als Dank dafür 100.000 EUR. Vielleicht bekommt er das gar noch als Schmerzensgeld steuerfrei durch?

Quelle: WAZ, 21.08.2012

Abfindung trotz Insolvenz


Demgegenüber sollen 194 Mitarbeiter des Sechsheldener Küchentechnik-Herstellers Teka insgesamt mindestens 3,6 Millionen Euro Abfindung erhalten - das ergibt durchschnittlich rund 18.500 EUR je Mitarbeiter. So ist es im Sozialplan vereinbart - auch im Fall einer noch möglichen Insolvenz. Abfindung - und dann noch in der Höhe - bei Insolvenz, das kommt wahrlich nicht häufig vor. Da kann man den Mitarbeitern nur die Daumen drücken, dass ihnen neben einer übergangsweisen Transfergesellschaft wenigstens das bleibt.

Quelle: mittelhessen.de, 20.08.2012 

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