Mittwoch, 7. März 2012

Zwei dicke Abfindungen

Dr. Lucien Olivier verlässt das St.-Josefs-Hospital in Cloppenburg und Dr. Harald Kuhn das St.-Antonius-Stift in Emstek. Dr. Lucien Olivier erhält eine Abfindung in Höhe von 1,75 Millionen Euro, bericht die NWZ online. Das Hospital soll dafür sogar ein langfristiges Darlehen aufnehmen, um die Zahlung abzusichern.
"Wie berichtet, war Dr. Olivier aus dem Cloppenburger Krankenhaus ausgeschieden und hatte sich mit den 'Unabhängigen Portalkliniken' selbstständig gemacht. 'Die Kündigung eines eigentlich unkündbaren Arztes ist nicht umsonst zu haben', kommentierte Themann die Höhe der Summe."
Wie geht das? Ein "eigentlich unkündbarer Arzt" macht sich selbstständig und wird dafür abgefunden mit rund dem neunfachen Jahres-"Ehrensold" des ehemaligen Bundespräsidenten?

Und der andere Fall? 
"Die Trennung vom bisherigen Chefarzt in Emstek werde die Betriebsstätte mit rund 3,2 Millionen Euro belasten ... eine Abfindung an Dr. Kuhn in Höhe von 1,2 Millionen Euro" wird einkalkuliert.
Wie kommt das? Das Arbeitsgericht Oldenburg hatte in erster Instanz festgestellt, dass die Kündigung von Dr. Kuhn unwirksam ist. Jetzt wird die Berufung vor dem Landesarbeitsgericht verhandelt.






Wie mal wieder erkennbar ist, scheint die beste Chance für eine dicke Abfindung in einer unqualifizierten Kündigung durch ein ... Management zu liegen. Doch wer bezahlt? Der Verursacher? ...

Quelle: NWZ online, 07.03.2012

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