Donnerstag, 7. April 2011

Was Sie mit steigenden Energiepreisen finanzieren

Während viele Bürger im Land über steigende Energiepreise klagen, lohnt sich auch einmal die Frage, wo das Geld denn so bleibt?

Wären Sie darauf gekommen, dass damit auch hohe Abfindungen für "rausgeworfene" Ex-Manager bezahlt werden?

"Mit hohen Abfindungen hat Vattenfall früheren deutschen Vorstandsmitgliedern das Ausscheiden versüßt. Der schwedische Energiekonzern zahlte insgesamt zehn Millionen Euro an drei Ex-Topmanager seiner deutschen Tochter, berichtet die Zeitung 'Sydsvenskan' (Malmö) auf Basis von Bilanzangaben.

Demnach erhielt der frühere Chef von 'Vattenfall Europe', Hans-Jürgen Cramer, nach fünf Monaten im Amt 2008 eine Abfindung von 2,3 Millionen Euro (20,9 Millionen Kronen). Seinem Vorgänger Klaus Rauscher - Anfang des Jahrtausends Chef der von Vattenfall übernommenen Hamburgischen Electricitäts-Werke (HEW) - überwies der schwedische Staatskonzern 2007 sogar 5,5 Millionen Euro.

Rauscher musste seinen Posten wegen der zahlreichen Pannen an den Vattenfall-Atomreaktoren Brunsbüttel und Krümmel räumen, die seitdem fast permanent stillgestanden haben. Der frühere Finanzchef von Vattenfall Europe, Hans-Jürgen Meyer, erhielt 'Sydsvenskan' zufolge nach zwei Jahren im Amt im März 2010 zusätzlich zu Gehalt und Bonus eine Abfindung über 2,4 Millionen Euro." (Hamburger Abendblatt, 04.04.11)

Wie Sie sehen, liegt es nicht immer an den hohen Erdölpreisen, wenn Sie an die Energiekonzerne mehr Geld zahlen müssen.

Als erfahrener Steuerzahler kann man sich weinigstens damit trösten, dass ja bei der Abfindungshöhe sowieso fast die Hälfte der Abfindung als Steuern an den Staat geht ... wenn, ja wenn da nicht auch noch eine Lücke auszunutzen wäre ... 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen